Frauenrechte stärken – Gewalt beenden
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Orange the World
Seit 1991 erinnert der 25. November daran, dass Frauenrechte weltweit noch immer verletzt werden. Er ist Teil der UNO-Kampagne „Orange the World“, die vom 25. November bis 10. Dezember ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt setzt – und uns jedes Jahr neu bewusst macht, wie wichtig Engagement und Solidarität sind.
Gewalt in Zahlen – und Geschichten dahinter
2024 waren in Deutschland fast 200.000 Frauen von Gewalt im sozialen Umfeld betroffen, im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zahlen 2024 erhöht.
Rund 140.000 erlebten Partnerschaftsgewalt, in drei Viertel der Fälle durch Männer. 105 Frauen wurden ermordet, weil sie Frauen waren. Hinter jeder Zahl stehen ein Name, ein Leben, ein Verlust.
Noch immer fehlen Frauenhausplätze, und wichtige gesetzliche Regelungen – etwa zu Catcalling oder digitaler Gewalt – sind lückenhaft. Für viele Betroffene bedeutet das, dass Hilfe nicht immer so erreichbar ist, wie sie sein sollte.
Ein gesellschaftliches Warnsignal
Die steigenden Zahlen sind sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass heute mehr Frauen den Mut haben, Übergriffe anzuzeigen und Unterstützung zu suchen. Gleichzeitig erleben wir, wie frauenfeindliche und patriarchale Haltungen wieder lauter werden – besonders im rechtsextremen Umfeld. Für uns heißt das: Der Einsatz gegen Gewalt braucht auch den Einsatz für Demokratie, Respekt und Gleichberechtigung.
Ein bewegendes Zeichen in Würzburg
In Würzburg kamen rund 200 Menschen – viele davon junge, engagierte – zusammen, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Die Domstraße war gesäumt von orangefarbenen „Mathildas“: kleinen Frauenfiguren, die jeweils symbolisch für eine ermordete Frau stehen.
Daneben befanden sich Ort und Datum der Tat sowie ein QR-Code mit Hinweisen auf Hilfsangebote. Wer daran vorbeiging, blieb unweigerlich stehen, las – und spürte, wie nah dieses Thema ist.
Vor dem Dom wurden die Daten der 105 getöteten Frauen verlesen – ein stiller, berührender Moment.
Die Aktion wurde von ZONTA, der Gleichstellungsstelle der Stadt und weiteren Gruppen organisiert. Auch wir Omas gegen Rechts waren dabei, um klarzumachen: Gewalt gegen Frauen geht uns alle an.