Würzburger Protest zum AfD Wahlkampfauftakt

Würzburg lässt Hass und Ausgrenzung keinen Raum

01.02.2026 – Mehr Protest als Publikum, mehr Haltung als Hetze
Während die AfD im CCW Wahlkampf machte, setzte Würzburg vor dem CWW ein unübersehbares Zeichen.

Draußen voll, drinnen überschaubar
Während im Congress Centrum Würzburg eine AfD-Wahlkampfveranstaltung lief, setzte die Stadt ein deutliches Zeichen. Rund 300 Menschen versammelten sich zum Gegenprotest in der Pleichertorstraße – deutlich mehr als die etwa 60 Teilnehmenden im Saal. Unterstützung kam auch von der Straße: Autofahrer:innen beteiligten sich mit lautem „Hupen gegen die AfD“.

Der Protest blieb nicht vor der Tür
Die Rufe und Gesänge der Demonstrierenden waren bis in den Veranstaltungssaal hinein zu hören. Dort wurden bekannte rechtsextreme Narrative bedient: Abschiebungsfantasien, Klimawandelleugnung und verzerrende Vergleiche mit der DDR gehörten zum festen Repertoire des Abends.

Würzburg gefährlich?
Auf der Bühne stand unter anderem Daniel Halemba, AfD-Spitzenkandidat für die Kommunalwahl in Würzburg. In seiner Rede sprach er von „Lügenpresse“ und „medialer Hetze“, zeichnete Würzburg als angeblich gefährliche Stadt und erklärte ganze Viertel pauschal zu „No-Go-Areas“. Der Protest vor dem CCW wurde im Saal als „linksradikale Spinner“ diffamiert. Halemba ist gefährlich!

Ein klares Bild
Erschütternd war für Beobachter:innen weniger der Protest draußen als der Applaus drinnen. Gleichzeitig zeigte der Abend, wie klar die Mehrheit in Würzburg Haltung bezieht: Die Stadt widerspricht – laut, sichtbar und entschlossen. Für Hass, Ausgrenzung und rechtsextreme Ideologien ist hier kein Platz.