Zeichen für Demokratie und Grundgesetz
Kundgebung zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes
23.05.2026 – Klare Haltung gegen rechte Ideologien
Wie in vielen Städten bundesweit wurde auch in Würzburg am Samstag unter dem Motto „Menschenwürde verteidigen“ demonstriert. Rund 120 Menschen kamen zusammen, um am 77. Geburtstag des Grundgesetzes dessen Bedeutung für Demokratie und Zusammenhalt zu würdigen – und um deutlich zu machen: Die Würde des Menschen ist nicht verhandelbar.
Das Grundgesetz entstand 1949 als Konsequenz aus den Verbrechen des Nationalsozialismus. Gerade deshalb mahnten die Redner*innen immer wieder, wie wichtig es ist, die freiheitlich-demokratische Grundordnung heute aktiv zu schützen.
Zu den Initiator*innen gehörten neben uns OMAS gegen RECHTS auch verschiedene Würzburger Gruppen und Organisationen, darunter „AfD-Verbot Jetzt“, SPD, Die Linke, die DGB-Jugend und die queere Lesebühne „Rise Würzburg“.
Klare Haltung gegen rechte Ideologien
Auftakt der Kundgebung war um 16 Uhr am QR-Code. In den Beiträgen der unterschiedlichen Gruppen wurde immer wieder betont: Wenn rechte Ideologien weiter an Einfluss gewinnen, geraten die Rechte und die Würde vieler Menschen unter Druck – darunter Frauen, queere Menschen und Menschen mit Behinderung. Wo die Gleichwertigkeit aller infrage gestellt wird, braucht es Widerspruch und Haltung. Deshalb wurde auch die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens gefordert.
Gleichberechtigung bleibt Auftrag
Für uns Würzburger OMAS gegen Rechts sprach Ulrike Herold-Zehentner über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Sie erinnerte an Elisabeth Selbert, eine der „Mütter des Grundgesetzes“. Ihrem beharrlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes den heute so selbstverständlich klingenden Satz enthält: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Ein Ziel, das bis heute nicht vollständig erreicht ist – und das durch rechte Ideologien erneut unter Druck gerät.